Lohnt sich die Reiseversicherung?
Schweizerinnen und Schweizer verreisen gerne. Um sich gegen Unannehmlichkeiten zu versichern, die das Reisen mit sich bringen kann, gibt es Reiseversicherungen. Aber zahlen sich solche auch aus?
Grundsätzlich besteht die Reiseversicherung aus zwei Elementen. Der Annullierungsschutz kommt dann zum Zug, wenn eine Reise wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung, wegen Unruhen im Ferienland, Naturkatastrophen oder wegen eines Transportausfalls nicht angetreten werden kann. Die Personen-Assistance deckt Reisekosten, wenn eine Ferienreise wegen Erkrankung, Unfall, politischen Unruhen oder Naturkatastrophen vorzeitig abgebrochen werden muss. Ebenfalls gedeckt sind Bergungs- oder Rettungskosten, ebenso in einem solchen Zusammenhang stehende zusätzliche Hotelaufenthalte. Einige Reiseversicherer bezahlen sogar eine Wiederholungsreise, falls die erste vorzeitig abgebrochen werden musste.
Die Reiseversicherung ist keine Krankenkasse
Arzt- und Spitalkosten im Ausland werden also nicht übernommen, sondern allenfalls vorgestreckt. Wird man im Ausland krank, so ist dafür die obligatorische Grundversicherung zuständig. Diese erbringt allerdings nur dann Leistungen, wenn sich Reisende notfallmässig einer ärztlichen Behandlung unterziehen müssen.
Häufig bieten Reisebüros eine «obligatorische Annullationskosten-Versicherung» an. Wer bereits reiseversichert ist, kann dieses Angebot getrost ausschlagen. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass das Reisegepäck über die Reiseversicherung meist nicht versichert ist. Die Versicherer bieten als Zusatz und gegen Aufpreis eine Reisegepäck-Versicherung an. Oft aber kann das Risiko des Gepäckverlustes günstiger bei der eigenen Hausratversicherung gedeckt werden. Und aufgepasst: Nicht bei jeder Reiseversicherung ist das Ferienland Schweiz mit eingeschlossen!
Richard Eisler, comparis.ch








