Lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?
Bei Streitigkeiten ist man froh, eine Rechtsschutzversicherung zu haben. Einige Fälle wie familienrechtliche Prozesse sind allerdings ausgeschlossen. Wägen Sie ab, ob sich diese Versicherung für Sie lohnt.
Ausgeschlossen von der Privatrechtsschutzversicherung sind familienrechtliche Prozesse, Erbstreitigkeiten oder vorsätzlich begangene Straftaten sowie Streitfälle mit staatlichen Stellen, etwa im Steuerverfahren oder bei Baurekursen. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass Streitigkeiten aus Arbeitsverträgen gedeckt sind.
Viel Zeit und Nerven sparen
Gut zu wissen: Arbeitsrechtliche Prozesse bis zu einem Streitwert von 30‘000 Franken sind kostenlos. Wer also mit dem Arbeitgeber im Streit liegt, profitiert vor allem bei höheren Streitwerten vom Versicherungsschutz. Für die Rechtsschutzversicherung spricht, dass Sie sich als Versicherte viel Zeit und Nerven ersparen können, wenn sich die Versicherung um Ihren Fall kümmert, Ihnen einen Anwalt zur Seite stellt und Ihnen die Formalitäten abnimmt.
Ein seriöser Preisvergleich ist vor Vertragsabschluss unbedingt nötig. Und das Kleingedruckte sollte man gerade bei der Rechtsschutzversicherung ganz genau lesen. So erfährt man zum Beispiel, dass bei einigen Anbietern der Versicherungsschutz erst drei Monate nach Vertragsabschluss zu greifen beginnt.
Tipp: Wägen Sie sorgfältig ab, wie gross Ihr Risiko ist, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden. Schliessen Sie nur kurzfristige Verträge ab. Nur so können Sie den Versicherungsschutz zeitgerecht Ihren jeweiligen Bedürfnissen anpassen.
Richard Eisler, comparis.ch








