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Handys überholen Navigationsgeräte

Die rasante Entwicklung der Smartphones macht Navigationsgeräten zunehmend Konkurrenz. Braucht es TomTom und Co in Zukunft überhaupt noch? Oder lässt sich der kluge Autofahrer bald mit Gratis-Anwendungen durch die Welt führen?

Am Anfang war die Landkarte. Während Mann fuhr, navigierte Frau auf dem Beifahrersitz. Die Landkarte war unhandlich und an der entscheidenden Kreuzung zerrissen. Dann kamen Navigationsgeräte. Plötzlich sprach die sexy Stimme aus dem Navi. Und seit auch Handys navigieren können, sagen gleich zwei Frauen wo‘s langgeht; die Gattin am Handy und die Navi-Frau aus dem Lautsprecher.

Die neusten Navigationsgeräte kosten im Webhandel zwischen 300 und 570 Franken. Diese Geräte sind sehr bedienungsfreundlich und verfügen über ein tadelloses Routing. Wer sein Handy als Navigationsgerät einsetzen will hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Er installiert Navigationskarten via Computer auf seinem Gerät oder lädt sie einmalig via Internet auf sein Handy. Applikationen für Smartphones mit Karten für Westeuropa kosten zwischen 100 und 130 Franken. Bei der zweiten Möglichkeit werden die Karten laufend via mobilem Download auf das Handy runtergeladen. Für den Konsumenten fallen Zusatzkosten seitens des Netzbetreibers an. Die Datenmenge hängt von der Länge der Strecke ab.

In Zukunft werden Navigationskarten auf dem Handy gratis sein. Der Internetgigant Google bietet in den USA bereits Gratiskarten an. Konkurrent Apple wird wohl bald nachziehen und fürs iPhone Gratiskarten lancieren.
 

Peter Düggeli, comparis.ch


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