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Maestro auf Reisen

Im Ausland mit der Kreditkarte Bargeld vom Bancomaten beziehen, ist keine gute Idee. Denn dafür zahlt man hohe Gebühren. Darum gehört auch die Maestrokarte mit ins Reisegepäck.

Was ist das geeignete Zahlungsmittel, um in Paris die Baguette, am Strand in Kenia die Glace oder in Rom den Espresso zu bezahlen? Keine Frage: Die Verkäufer wollen Bares sehen. Sie wären ziemlich verwundert bis genervt, wenn der Feriengast die Kreditkarte zücken würde, um eine kleine Rechnung zu begleichen.

Wie aber kommt man zu Bargeld, wenn dieses aufgebraucht ist? Am bequemsten geht das auch im Ausland am Geldautomaten. Allerdings sollte man sich davor hüten, der Maschine mit der Kreditkarte Bares zu entlocken. Die meisten Kreditkartenanbieter verrechnen ihren Kunden nämlich eine Bearbeitungsgebühr von rund 5 Prozent des bezogenen Geldbetrages. Wer am Bancomaten im Ausland 300 Franken bezieht, zahlt dafür also rund 15 Franken Gebühren. Unabhängig von der Höhe des Barbezugs gilt bei den meisten Kreditkarten eine Minimalgebühr von 5 bis 10 Franken pro Bezug.

Vorteil Maestrokarte
Wer unterwegs Bares braucht, ist mit der traditionellen Maestrokarte (früher: EC-Karte) oder der Postcard besser bedient. Beim Geldbezug mit der Maestrokarte fällt bei den meisten Banken bloss eine Pauschalgebühr von 5 Franken an. Bezahlt man Waren und Dienstleistungen, beläuft sich die Gebühr auf 1.50 Franken. Je höher der Betrag, desto eher lohnt sich also der Einsatz der Maestrokarte. Als Faustregel kann gelten: Was über 100 Euro kostet, sollte nach Möglichkeit mit der Maestro- und nicht mit der Kreditkarte bezahlt werden.

Vorteil Kreditkarte
Auf Reisen im Ausland kann die Kreditkarte jedoch andere Vorteile ausspielen. Im Gegensatz zur Maestrokarte wird die Kreditkarte bei Verlust innert nützlicher Frist ersetzt, meist kostenlos. Überdies ist die Kreditkarte vielseitiger verwendbar. Mit Visa oder Mastercard – den beiden Giganten im Geschäft – kann weltweit in rund 50 Millionen Geschäften, Hotels und Restaurants bargeldlos bezahlt werden. Maestrokarten werden dagegen bloss an etwa 11 Millionen Verkaufspunkten akzeptiert.
 

Richard Eisler, comparis.ch


(Bild: flickr.com, tomas fano)

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