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Hohe Krankenkassenprämien?

Nicht tatenlos zusehen! Die Möglichkeiten zum Sparen sind gegeben: Krankenkassenwechsel, Erhöhung der Franchise oder ein alternatives Versicherungsmodell.

Die Krankenkassenprämien für eine vierköpfige Familie belasten das Haushaltsbudget pro Jahr schnell mit 10‘000 Franken. Auch Einzelpersonen zahlen locker 4000 Franken im nächsten Jahr. Dagegen können Sie sich wehren.

In der Grundversicherung gibt es diverse Sparmöglichkeiten. Vor Leistungseinbussen muss man sich nicht fürchten, denn alle Kassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, die gleichen Leistungen anzubieten. Ebenfalls besteht für die Kassen eine Aufnahmepflicht: Krankheit, Alter, Geschlecht oder Schwangerschaft spielen keine Rolle. Der Wechsel zu einer günstigeren Kasse ist daher kein Risiko.

Auch wer die Kasse nicht wechseln will, kann von Kostenvorteilen profitieren. Sparen lässt sich durch Erhöhung der Franchise und mit der Wahl eines alternativen Versicherungsmodells. Je höher die Franchise, desto höher der Prämienrabatt. Wer die Maximalfranchise von 2500 Franken wählt, kann bis zu 1540 Franken pro Jahr, sparen. Aber Achtung: Im Krankheitsfall müssen Sie die Heilungskosten bis zur Höhe der gewählten Franchise selbst bezahlen.

Weniger risikoreich ist der Wechsel zu einem alternativen Versicherungsmodell. Damit lassen sich die Prämienkosten um bis zu 25 Prozent reduzieren.
  • Beim HMO-Modell muss im Krankheitsfall immer zuerst das HMO-Center (eine Gruppenpraxis) aufgesucht werden.
  • Beim Hausarzt-Modell verpflichtet sich der Versicherte, zuerst den Hausarzt zu konsultieren. Gehen Sie bereits heute zu einem Hausarzt, können Sie – ohne sich einzuschränken – leicht Prämien sparen, indem Sie zum Hausarzt-Modell wechseln.
  • Beim Telmed-Modell müssen Sie sich vor dem ersten Arztbesuch an eine telefonische Beratungsstelle wenden. Bei Notfällen darf man bei allen Modellen direkt zu einem beliebigen Arzt/Spital gehen.
Tipp: Verpassen Sie keine Fristen! Wer aufs Neujahr hin die Krankenkasse wechseln will, muss dies der bisherigen Kasse bis spätestens Dienstag, dem 30. November 2010, melden. Am besten per Einschreiben.

 

Richard Eisler, comparis.ch


(Quelle: comparis.ch)

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