Nach dem Umzug über die Bücher
Der 1. April ist nationaler Umzugstag. Eine Züglete ist der ideale Termin, um einen Blick auf die Hausratversicherung zu werfen und die Versicherungssumme der Realität anzupassen.
Am 1. April ist seit eh und je die halbe Schweiz auf den Beinen. Dann ist nämlich nationaler Umzugstag. In den Wochen davor sind die eigenen Siebensachen gründlich entrümpelt und was übrig geblieben ist, fein säuberlich verstaut worden. Beim Zügeln passiert schnell ein Malheur. Da ist es gut, wenn man richtig versichert ist. Für die eigenen Siebensachen ist die Hausratversicherung zuständig, die meist als Kombipack zusammen mit der Privathaftpflichtversicherung angeboten wird. Beide Versicherungen sind gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber höchst empfehlenswert.Versicherungstechnisch gesehen gehören zum Hausrat alle beweglichen Haushaltsgüter wie Möbel, Geschirr und Kleider, aber auch Geräte. Wenn diese beim Umzug Schaden nehmen oder gar abhanden kommen, kommt die Hausratversicherung für den Schaden auf. In der Regel ist der Hausrat zum Neuwert und nicht nur zum jeweiligen Zeitwert versichert. Manche Zügelfirma drängt dazu, für die Zeit des Umzugs eine spezielle Zügel-Versicherung abzuschliessen. Dies ist jedoch kaum nötig, da bei fast allen Versicherungsgesellschaften Umzugsschäden bereits von der Hausratversicherung gedeckt sind.
Anpassung der Versicherungssumme
Eine Züglete ist der ideale Termin, um die Versicherungssumme den Realitäten anzupassen. Besonders wichtig ist die Kontrolle und Anpassung der Versicherungssumme, wenn Paare zusammenziehen. Dann dürfte sich der Wert des Hausrats spürbar verändern. Zu warnen, ist insbesondere vor einer Unterversicherung. Eine solche liegt dann vor, wenn die Versicherungssumme tiefer liegt als der effektive Wert des Hausrats. Im Schadenfall sind die Versicherungen dann nämlich berechtigt, ihre Leistungen proportional zur Unterversicherung zu kürzen. Der Verlust für den Versicherungsnehmer kann in die Tausende gehen.
Im Versicherungsgeschäft herrscht Wettbewerb. Das sollten Konsumentinnen und Konsumenten ausnutzen. Ein Preisvergleich der Angebote lohnt sich in fast jedem Fall.
Richard Eisler, comparis.ch








