Wie viel Wert hat Ihr Hausrat?
Eine Züglete eignet sich gut, um sich einen Überblick über die Besitztümer zu verschaffen – und deren Wert zu versichern.
Obligatorisch ist sie nicht, aber empfehlenswert: Die Hausratversicherung schützt die eigenen Siebensachen vor Schäden infolge Feuer, Diebstahl und Beraubung, Wasser und Glasbruch.Den weit verbreiteten Zügeltag, Anfang Oktober, haben viele Schweizerinnen und Schweizer genutzt, um in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus zu ziehen. Dies ist der ideale Moment, um die Hausratversicherung zu überprüfen. Tausend Gegenstände müssen ohnehin einzeln in die Hand genommen und ein- und ausgepackt werden. Da ist es ein Leichtes, sich einen Überblick über die eigenen Besitztümer zu verschaffen. Die meisten dürften überrascht sein, wie «reich» sie sind. Selbst in einem Ein-Personen-Haushalt dürfte der Wert des gesamten Hausrats schnell einmal die 30‘000-Franken-Grenze sprengen.
Unterversicherung zahlt sich nicht aus
Geizkragen könnten versucht sein, «Prämienoptimierung» zu betreiben, indem sie der Versicherung gegenüber den Wert ihres Hausrats bewusst zu tief angeben. Das Resultat ist eine so genannte Unterversicherung. Das zahlt sich nicht aus. Im Schadensfall kann die Versicherung die Entschädigung nämlich proportional zur Unterversicherung kürzen. Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie, die zur Miete wohnt und einen Hausrat von 130‘000 Franken deklariert, muss bei einem günstigen Anbieter eine Prämie von gut CHF 200/Jahr bezahlen. Deklariert sie den Wert des Hausrats wider besseres Wissens mit bloss 90‘000 Franken, reduziert sich die Prämie auf rund CHF 140/Jahr. Entsteht zum Beispiel ein Wasserschaden, bei dem ein Grossteil der Einrichtung kaputt geht, kann die Versicherung die Entschädigung um 30 Prozent kürzen. Dieser Verlust steht in keinem Verhältnis zu den 60 Franken Prämieneinsparung.
Richard Eisler, comparis.ch








