Wenn Hagel aufs Autodach trommelt
Die Unwetter, die letzte Woche über die Schweiz zogen, brachten mancherorts auch Hagelschauer mit sich. Wenn Hagelkörner auf Autodach und Motorhaube trommeln, wird es teuer. Gut, wenn das die Versicherung zahlt.
Hagelschäden sind ein Fall für die Teilkasko-versicherung. Diese kommt für Schäden im Zusammenhang mit so genannten Elementar-ereignissen auf. Dazu zählen Sturmwinde, Schneerutsche, Steinschlag oder eben Hagelzüge. Ebenfalls versichert sind Glasbruch-, Feuer- oder Tierschäden.Im Unterschied zur Autohaftpflichtversicherung, die obligatorisch ist, ist die Teilkaskoversicherung freiwillig. Für Leute, die täglich aufs Auto angewiesen sind, allerdings unbedingt empfehlenswert. Gerade bei Hagelzügen, die in den letzten Jahren gehäuft übers Land zogen, beläuft sich die Schadensumme an einem Auto in den meisten Fällen auf mehrere Tausend Franken. Wer nicht versichert ist, muss die Reparatur-kosten selbst bezahlen.
Von Experten begutachtet
Ist der Hagelschaden einmal da, muss der Schaden möglichst schnell der Versicherung gemeldet werden. Diese hat das Recht, die Beulen vor der Reparatur zu begutachten. Daraufhin gibt die Versicherung entsprechende Anweisungen und schickt die Betroffenen direkt in die Garage oder zieht einen Gutachter herbei. Bei grossflächigen Hagelschäden richten einzelne Autoversicherer Servicecenters ein, wo die beschädigten Fahrzeuge von Experten begutachtet werden.
Der Versicherte kann sich anstelle der Reparatur die Schadenssumme auch auszahlen lassen. Hierbei muss bedacht werden, dass bei einem weiteren Hagel-schaden die Versicherung nicht den vollen Schaden übernehmen wird. Wer kann schon sagen, welche Beule von welchem Hagelschauer stammt? Darüber hinaus muss bei einem zukünftigen Versicherungs-wechsel ein bestehender Hagelschaden angegeben werden.
Richard Eisler, comparis.ch








