Die günstigste Bank ist keine Bank
Wer sein Geld auf die Bank bringt, weiss es nicht nur sicher vor Dieben, sondern profitiert auch von den Zinsen. Verschiedene Gebühren können jedoch die Zinsgewinne auffressen.
Die Angebote und anfallenden Gebühren der Banken sind sehr unterschiedlich, für den Kunden meist undurchsichtig und somit nur schwer miteinander vergleichbar. comparis.ch hat folgende Institute miteinander verglichen: Bank Coop, Credit Suisse, Migros Bank, Postfinance, Raiffeisenbank, UBS und ZKB. Die Unterschiede in der Endabrechnung sind massiv und können über 200 Franken betragen. Einige Institute bieten ab einem bestimmten Vermögen oder in Verbindung mit einer Hypothek gebührenfreie Überweisungen oder spesenfreie Bargeldbezüge an Fremdautomaten an. Andere wiederum kennen ein solches System nicht. Credit Suisse und UBS bieten wiederum Pakete an, bei denen eine oder mehrere Maestro- bzw. Kreditkarten inklusive sind. Dies kann interessant sein, wenn man eine Kreditkarte der Hausbank möchte und eine Gratis-Kreditkarte nicht in Frage kommt. Bei denen von Comparis untersuchten Instituten, bietet die Postfinance mit Abstand die höchsten Zinsen und zudem die tiefsten Gebühren. Bei der Migros-Bank dagegen werden sogar Gebühren berechnet für Zahlungseingänge, LSV-Belastungen sowie für Einkäufe mit der Maestro-Karte, die nicht in der Migros, deren Tochterunternehmen und einigen Dritten getätigt werden.
Die günstigste Bank ist somit gar keine Bank im eigentlichen Sinne, schliesslich wartet Postfinance immer noch vergebens auf eine Banklizenz.
Gebühren sparen lässt sich aber bei allen Instituten, wenn man seine Geschäfte online abwickelt, denn online erteilte Zahlungsaufträge sind kostenlos oder deutlich günstiger. Sparen kann man auch, indem man die Kontoauszüge online abruft, wodurch die Portogebühren für den Papier-Auszug wegfallen. Wer sich durch die Online-Kontoführung auch bessere Zinsen verspricht, wird allerdings enttäuscht. Einzig beim E-Deposito-Konto von Postfinance wird man mit einem höheren Zinssatz belohnt.
Richard Eisler, comparis.ch








