Höhere Franchise heisst tiefere Prämien
Bei der Grundversicherung der Krankenkasse gibt es mehrere Möglichkeiten, um Prämien zu sparen. Unter anderem durch Erhöhen der Franchise. Was ist die Franchise überhaupt und kann eine Familie mit Kindern Kosten sparen, wenn die Franchise erhöht wird?
Gesund werden ist nicht gratis. Denn Versicherte müssen sich im Krankheitsfall an den Leistungen der Krankenkasse beteiligen. Die Kostenbeteiligung besteht aus einem fixen Jahresbeitrag – Franchise genannt. Arzt-, Spital- und Medikamentenrechnungen müssen Sie bis zur Höhe der vereinbarten Franchise selbst bezahlen, bevor die Zahlungspflicht an die Krankenkasse geht. Dazu kommt, unabhängig von der Franchise, eine Selbstbeteiligung von 10 Prozent, höchstens aber 700 Franken im Jahr.Die Krankenkassen bieten folgende Franchisen an:
- Für Erwachsene, pro Jahr: 300 Franken (Grundfranchise); 500, 1000, 1500, 2000, 2500 Franken (Wahlfranchisen)
- Für Kinder beträgt die Grundfranchise 0 Franken. Wahlfranchisen lohnen sich kaum, da die Rabatte zu gering sind und Kinder relativ häufig zum Arzt müssen.
Ein Beispiel: Bei einer vierköpfigen Familie aus Bern hatten die Eltern und die Kinder die Grundfranchise von 300 Franken (Erwachsene) und 0 Franken (Kinder). Da die Eltern selten zum Arzt gehen, entscheiden sie sich, im nächsten Jahr zur höchsten Franchise von 2500 Franken zu wechseln. Die Kinder bleiben bei einer Franchise von 0 Franken. Würden die Eltern bei einer 300er Franchise bleiben, würde die Familie bei der günstigsten Kasse 2011 knapp 10 700 Franken pro Jahr zahlen, mit der 2500er Franchise sind es nur noch rund 7800 Franken.
Tipp: Wer die Franchise senken will, hat dazu – wie beim Krankenkassenwechsel – bis zum 30. November Zeit. Wer die Franchise erhöhen will, sogar bis zum 31. Dezember.
Richard Eisler, comparis.ch








