Der Traum vom Eigenheim
Derzeit sind die Zinsen für Hypotheken historisch tief, da fangen viele Familien an, vom Eigenheim zu träumen. Damit der Traum nicht zum Albtraum wird, gilt es, die Angebote der Banken zu vergleichen.
Von den tiefen Zinsen profitieren derzeit namentlich die Eigenheimbesitzer, die ihre Hypothek noch nicht abbezahlt haben. Die Hypozinsen dümpeln auf rekordtiefem Niveau. Ihre Talfahrt hält nun schon seit Anfang 2009 an. Dies betrifft auch die Festhypotheken, die in der Schweiz mit Abstand beliebteste Form der Eigenheimfinanzierung. Im 3. Quartal 2011 verlangten die Darlehensgeber für eine 5-jährige Festhypothek im Schnitt gerade mal 2 Prozent Zins.
Experten raten derzeit aufgrund der allgemeinen Zinssituation entweder zur langfristigen Festhypothek oder zur kurzfristigen Libor-Hypothek. Erstere ist attraktiv, weil sie dem Hyposchuldner über Jahre hinaus Kostensicherheit gibt. Nicht so berechenbar, aber traumhaft günstig sind Libor-Hypotheken. Ihr Zinssatz tendiert derzeit gegen 0. Aber Achtung: Diese sind attraktiv bei sinkenden Zinsen, bei steigenden aber sind sie Gift, weil der Zinssatz in der Regel alle 3 oder 6 Monate angepasst wird.
Für die Immobilienfinanzierung sollte man nicht nur bei der Hausbank vorbeizuschauen. Im Hypothekenmarkt herrscht knallharter Wettbewerb. Folglich sind die Konditionen, für die Darlehen erhältlich sind, Verhandlungssache. Und verhandeln lohnt sich. Hypotheken sind langfristige Schulden. Wer sich mit dem erstbesten Angebot zufrieden gibt, zahlt über die Jahre gesehen unter Umständen Zehntausende von Franken zu viel.
Richard Eisler, comparis.ch








