Autoversicherungen: Nicht alle sind notwendig
Nur allzu schnell passiert beim Autofahren ein kleines Malheur und dies kostet neben Zeit und Nerven auch Geld. Dagegen kann man sich versichern, doch nicht jeder zusätzliche Versicherungsschutz ist sinnvoll.
Natürlich kennen die Autoversicherer ihre Pappenheimer. Sie bieten Produkte an, die buchstäblich jedes Risiko abdecken. Neben den «Musts» wie Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung, bei neueren Autos zusätzlich allenfalls die Kollisionskaskoversicherung, gibt es diverse solcher Zusatzprodukte, die im Einzelfall sinnvoll und angemessen sind, in einem anderen Fall aber doch eher Luxuscharakter haben. Ob beispielsweise die Insassenunfall-Zusatzversicherung nötig ist, kann man angesichts der Tatsache, dass die meisten Autofahrer via Krankenkasse oder über den Arbeitgeber bereits unfallversichert sind, durchaus in Frage stellen.
Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Bonusschutz. Das Bonus-Malus-System, das bei der Haftpflicht- und der Kollisionskaskoversicherung zum Tragen kommt, entscheidet massgeblich über die Höhe der geschuldeten Prämie. Wer dauernd Blechschäden produziert, kann mit dem Bonusschutz-Zusatz dafür sorgen, dass die geschuldete Versicherungsprämie nicht ins Unermessliche steigt.
Dabei gibt es unter den Anbietern riesige Preis- und Leistungsunterschiede. Bei einigen Versicherungsprodukten gilt der Bonusschutz nur einmal im Kalenderjahr. Bei andern gibt es keine solche Beschränkung. Entsprechend verschieden hoch sind auch die Prämien, die für den Bonusschutz-Zusatz hingeblättert werden müssen. Eine aktuelle Online-Offerte zeigt: Ein gut 50-jähriger Zürcher Golf-Fahrer mit jahrelanger Fahrpraxis muss im teuersten Fall über 180 Franken Mehrprämie pro Jahr bezahlen, wenn er die gewünschte Autoversicherung um den Bonusschutz-Zusatz erweitern möchte. Eine andere Autoversicherung offeriert ihm den Bonusschutz-Zusatz für bloss gut 80 Franken Mehrkosten pro Jahr.
Richard Eisler, comparis.ch








