Krankenkasse: Alternative Versicherungsmodelle zum Sparen
Jahr für Jahr steigen die Prämien der Krankenkassen. Auch diesen Herbst wird das nicht anders sein. Alternative Versicherungsmodelle helfen jedoch, die Prämienerhöhung im Zaum zu halten und die Haushaltskasse zu schonen.
Der Krankenkassen-Prämienanstieg der letzten Jahre ist heftig ausgefallen. Für viele ist das kein Pappenstiel. Die weit über der Teuerungsrate liegenden Kostensteigerungen bei den Krankenkassenprämien belasten die Haushaltsbudgets überdurchschnittlich.Es ist nichts als verständlich, dass die Versicherten der Kostenfalle zu entrinnen versuchen. Eine der Möglichkeiten besteht darin, von der traditionellen Standardversicherung (freie Arztwahl, Franchise 300 Franken) zu einem alternativen Versicherungsmodell zu wechseln. Je nach gewählter Alternative dürfen sich Versicherte über einen Prämienrabatt von 10 bis 15 Prozent (Telmed-Modell), 10 bis 20 Prozent (Hausarzt-Modell) oder bis zu 25 Prozent (Managed-Care-Modelle) gegenüber der Standardprämie freuen. Allen Alternativmodellen gemeinsam ist die eingeschränkte Arztwahl.
Im Gespräch sind derzeit vor allem Ärztenetzwerke (Managed Care). Wer krank wird, wird von einem ärztlichen «Gatekeeper» beim Gesundungsprozess begleitet. Dieser steht in der Kostenverantwortung und sorgt dafür, dass Patienten nicht unnötigen und damit kostentreibenden ärztlichen oder medikamentösen Prozeduren ausgesetzt werden. Andererseits darf es der «Gatekeeper» auch nicht so weit kommen lassen, dass Patientinnen und Patienten aus Kostengründen notwendige medizinische Leistungen vorenthalten werden.
Um die detaillierte Ausgestaltung der Managed-Care-Modelle wird auf der politischen Bühne noch gefeilscht. Auch stehen Ärztenetzwerke noch nicht flächendeckend zur Verfügung. In ländlichen Regionen sind sie nach wie vor spärlich. Ende 2010 waren über 800‘000 Versicherte, also rund 10 Prozent der Bevölkerung, Mitglied in einem Ärztenetzwerk. Managed-Care-Modelle haben angesichts des beträchtlichen Prämienrabatts noch einiges Potenzial.
Richard Eisler, comparis.ch








