Happy birthday, bitte!
Kindergeburtstag ist stressig? Ja, ein bisschen. Aber dafür, dass er trotzdem toll für das Geburtstagskind und erträglich für die Eltern wird, lässt sich eine Menge tun.

4 Wochen vorher:
- Datum ausgucken. An welchem Tag? Mittwoch? Samstag? Kann die Busenfreundin, der beste Freund der Hauptperson zu diesem Termin? Ohne das herzallerliebste Gschpänli ist feiern nicht richtig schön. Klären, ob die angepeilte Betreuungshelferin zu diesem Termin verlässlich Zeit hat.
- Ort wählen. Denn falls die Entscheidung fällt, nicht daheim zu feiern, sind preisgünstige, attraktive Ausserhaus-Angebote schnell ausgebucht. Sinnvoll ist,jetzt schon zu überlegen, ob es ein «klassischer» Kindergeburtstag oder etwa eine Mottoparty werden soll. Im zweiten Fall kann es nämlich recht zeitraubend sein, alle notwendigen Accessoires zu organisieren.
- Grobe Gästeliste erstellen, manche Kinder tun sich bei der Entscheidung für die 3, 4, 5 besten Freunde recht schwer.
- Einladungen verschicken. Schon mal an die Mitnehm-Säcklein denken, dann kann man in Ruhe hübsche Kleinigkeiten sammeln.
- Sich über Spiele klar werden, Material besorgen, Dekoration vorbereiten. Bei denen nachhaken, die noch nicht definitiv zu- oder abgesagt haben.
- Speisen vorbereiten. Dabei bedenken, dass die Kinder zwar toll verzierte Kuchen und leckeres Essen schätzen, aber vor allem spielen wollen und keine Lust haben, stundenlang am Tisch zu sitzen. Fingerfood eignet sich besser als sossenspritzende Spaghetti. Je weniger am Tag X zu tun ist, desto stressfreier.
Tag X:
- Ballons aufblasen, Deko aufhängen, Kerzen in den Kuchen pieken, Abfallsack bereitstellen, Pflaster in Griffnähe legen, Platz für die Garderobe schaffen. Sich fest vornehmen, ruhig zu bleiben: Auch wenn ein Kind am Ku- chen rummotzt, das eigene weint, weil es vier- mal ein Perlenfädelspiel bekommen hat, Apfelsaft durch die Wohnung fliesst... Kleine Unglücke gehören dazu.
Als Grundregel gilt: Das Kind darf so viele Gäste einladen wie es alt wird plus 1. Sind es mehr, artet das Ganze schnell in eine Massenveranstaltung aus, auf der nicht mehr ein paar gute Freunde vergnügt miteinander spielen, sondern eine Herde überforderter Kinder zu Zwerg-Hooligans mutieren.
Aussuchen darf das Kind seine Gäste allerdings selbst. Nein, nicht der Sohn der Nachbarin, weil die in den Ferien Mamis Blumen giesst. Nein, nicht die Tochter von Papis Chef. Doch, auch den schrecklich schluddrig aussehenden Jungen aus dem «Chindsgi». Die Gäste müssen schliesslich dem Geburtstagskind gefallen, nicht der Mutter. Es ist SEIN Tag. Übrigens ist es zwar nett, diejenigen einzuladen, bei denen man selbst eingeladen war, aber keine Pflicht. Die Gästeschar wird sonst schnell unübersichtlich.
Caren Battaglia








