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So geht Ihr Kind gern ins Bett

Gute-Nacht-Rituale erleichtern Kindern den Abschied vom Tag und Eltern die Erziehung. Vor allem aber gehören sie zum Schönsten, was das Familienleben zu bieten hat.

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Rituale wachsen und verändern sich mit den Kindern. Die Regel, dass Konflikte vor dem Schlafengehen bereinigt werden sollten, gilt zudem bis über die Pubertät hinaus. Kein Kind sollte mit dem Gedanken ins Bett gehen müssen, dass Mutter oder Vater noch wütend sind oder es ihren Ansprüchen nicht genügt.

Räumen Sie genug Platz für Gespräche ein. Belastende Ereignisse bespricht man zwar besser tagsüber, doch immer klappt das in der täglichen Routine leider nicht.

Neben Bilderbüchern eignen sich viele andere schöne Dinge als Abendritual:

  • Das Sammeln von schönen Erinnerungen an den Tag, die man in eine imaginäre Schatzkiste legt und jederzeit wieder öffnen kann.
  • Sich einen Traum ausdenken, den man gerne träumen möchte.
  • Den Tag Revue passieren lassen, sich das tollste Erlebnis herauspicken und mit der Erinnerung daran einschlafen.

Rituale können vieles, aber die Angst vor Dunkelheit und dem Alleinsein können sie dennoch nicht unbedingt nehmen. Plüschtier und kleine Lichtquelle tun hier gute Dienste.

In Ausnahmesituationen wie zum Beispiel Ferien bleibt oft nicht viel übrig vom üblichen Abendritual. Versuchen Sie trotzdem, gewisse Elemente beizubehalten.

Bei Krankheit, nach der Geburt eines Geschwisters, einem Umzug oder einer Trennung braucht Ihr Kind besonders viel Halt. Versuchen Sie deshalb unbedingt,  das übliche Gute-Nacht-Ritual beizubehalten und räumen Sie dafür mehr Zeit als sonst ein. Suchen Sie nach Gute-Nacht-Geschichten, die sich mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen.

Und: Kinder nie zur Strafe ins Bett schicken. Wer findet schon etwas, das strafweise angeordnet wird, schön…

 

Käther Bänziger


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