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Titelbild Klangwelt

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Generationenkurse – Zeit nehmen und erleben!

Schmieden Sie mit Ihrem Kind eine Schelle oder jodeln Sie mit Ihrem Enkelkind in der Toggenburger Bergwelt. Erlebniskurse für Gross und Klein!

Generationenkurs: Feuer-Eisen-Schellen!

Das wäre doch auch mal was, sich zwei Tage in der Werkstatt in Alt St. Johann gönnen, die gstabige Lederschürze überziehen, in die dicken Handschuhe schlüpfen und den Schmiedehammer selber schwingen. Dem Amboss den eigenen Rhythmus geben und sehen, wie das Eisen im Feuer langsam zu glühen beginnt. Das alles kann man in der Klangschmiede erleben. Unsere Bilder stammen von einem Generationenkurs, an dem vier Erwachsene und vier Kinder teilnahmen. Diese Kurse sind bewusst auf nur acht Personen beschränkt, so können alle persönlich betreut und individuell angeleitet werden. Die Kurse dauern jeweils von Samstag bis Sonntag. Wäre das nicht ein lässiges Geschenk für Ihren Göttibueb oder eine tolle Überraschung für Ihre Tochter?

Zwei Kurstage in der Klangschmiede

Beim Generationenkurs werden – pädagogisch natürlich perfekt – zuerst einmal die Basics erarbeitet: Wieso muss man immer eine Schutzbrille tragen? Was macht man mit den langen Haaren? Wieso sind unbedingt Kleider aus Naturfasern zu tragen? Und wieso arbeitet ein Schmied nie in Flipflops? – Natürlich wissen alle bereits alles, also kann es losgehen! Als Einstieg ins Schmieden eignet sich die Herstellung eines Bratwurstspiesses und eines Feuerschlageisens. Schnell lernt man, wie lange man das Eisen im Feuer lassen muss, wie hell es glühen soll, wie fest und wie oft man draufschlagen muss, damit sich etwas verändert. Bing, bing, bing! Schon ist es wieder zu kalt und muss zurück ins Feuer. Mit einem guten Lehrmeister ist das Schmieden des Bratspiesses jedenfalls gar nicht so schwer, macht jede Menge Spass und auch jede Menge Lärm. Am Abend sind Feuerschlageisen und Bratspiess fertig und müssen natürlich getestet und eingeweiht werden. Die Würste sind schon parat, die Spiesse warten schon und man kann es glauben oder auch nicht: Am selbst geschmiedeten Bratspiess schmecken sie einfach grad nochmals so gut! Und auch das Feuer sieht nach einem Tag als Schmied irgendwie anders aus ...

Am Sonntag betreten die kleinen und grossen Kursteilnehmer die Werkstatt schon wie gestandene Profis. Ganz klar, sie sind bereit für neue Herausforderungen und schwierigere Aufgaben. Eine Schelle soll es heute werden und das ist natürlich schon eine andere Ansage als ein simpler Bratspiess. Das war im Nachhinein ja wirklich bubileicht. Bei einer Schelle muss ein grades Blech in eine dreidimensionale Form gebracht werden. Zum Glück ist der René da. Er erklärt zuerst einmal die einzelnen Arbeitsschritte: Ausgangsmaterial ist ein Eisenblech. Mit einer Schablone wird nun das passende Schnittmuster übertragen. Es ist eine längliche Form. Sie umfasst die linke und die rechte Seite der Schelle. Gegen Ende des Arbeitsprozesses wird man die längliche Form in der Mitte falten und die Kanten der Schelle dann zusammenschweissen. Aber soweit ist man noch lange nicht. Zuerst muss man den beiden Hälften Volumen und Form geben. Das geht nicht mit gut Zureden, sondern nur mit Schlägen. Viele Hammerschläge sind nötig, bis die beiden Schellenhälften ihre bauchig-gewölbte Form haben. Erst jetzt wird die Mitte erhitzt und aus dem unförmigen Blech wird eine perfekte Schelle. Noch nicht ganz, denn die nun aufeinander liegenden Kanten müssen noch im Feuer verlötet werden. Schon wieder ein neuer Arbeitsgang! Aber mit ein paar Tipps und motivierenden Worten vom Meisterschmied René gelingts erstaunlich gut. Gibts denn sowas: Schon ist der Kurs zu Ende! Hei, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man etwas Spannendes macht. Mit einem «Schellenkonzert» setzen die Teilnehmer den akustischen Schlusspunkt.

Klangkurse

Natürlich gibt es nicht nur generationenübergreifende Schmiedekurse sondern auch Generationenkurse wie «Singen & Klingen!», «Jodeln!» und auch «Volkstanzen!». Alle Kurse, auch nur für Erwachsene, sind übersichtlich auf klangwelt.ch/klangkurse aufgeführt.

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