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Schwangerschaft - Woche für Woche

6. Woche

Titelbild: 6. Woche

Äusserlich sieht man noch nichts von der Schwangerschaft. Doch die Hormone, mit denen der Körper überflutet wird, bewirken bei vielen Frauen Stimmungsschwankungen. Sie sind empfindlich, reizbar, die Tränen fliessen schnell.

Bild: Ultraschall 6. Schwangerschaftswoche

Eine Ultraschallaufnahme in der 6. Schwangerschaftswoche: Der Embryo misst 2 bis 5 Millimeter.

Wahrscheinlich ist die Schwangerschaft noch Ihr süsses Geheimnis, das Sie nur mit Ihrem Partner oder einem ganz kleinen Kreis teilen. Äusserlich sieht man Ihnen auch noch keine Veränderung an. Die Hormone, die Ihren Körper fluten, können aber zu Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Tränen führen.

Grösse

Grösse des Embryos: 2-5 mm

Ihr Baby

Ganz viel passiert in diesen Tagen: Augen und Mund entstehen, Unterkiefer und Stimmbänder nehmen Form an. Das innere Ohr wird gebildet. Die Entwicklung von Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse und Darmsystem beginnt. Blutzellen entstehen und zirkulieren mit dem Herzschlag. Die Nabelschnur zeichnet sich ab.

Ihr Körper

Nun beginnt Ihr Blutvolumen zu steigen. Hatten Sie bis jetzt – je nach Körpergrösse und -gewicht – vier bis fünf Liter Blut, werden es in der 34. Schwangerschaftswoche 6 bis 7 Liter sein. Daran erkennen Sie, dass die Schwangerschaft eine Phase der Dauerhöchstleistung ist, 24 Stunden täglich. Die Zunahme des Blutvolumens sichert die ausreichende Durchblutung der Plazenta und damit das Wachstum des Kindes. Parallel zum Blutvolumen nimmt auch Ihr Gewicht zu.

Die erste Schwangerschaftskontrolle

Verläuft die Schwangerschaft unkompliziert steht es Ihnen frei zu entscheiden, ob Sie für die Kontrollen Ihre Gynäkologin, Ihren Gynäkologen aufsuchen, oder die Untersuchungen durch eine Hebamme durchführen lassen. Die erste Schwangerschaftskontrolle findet zwischen der 7. und der 12. Woche statt. Das passiert:

  • Arzt, Ärztin oder Hebamme fragen nach früheren Schwangerschaften, Geburten, Fehlgeburten, Verhütung, nach Krankheiten bei Ihnen und in der Familie, nach Berufstätigkeit, Zigaretten- und Alkoholkonsum.
  • Blutdruck und Gewicht werden gemessen.
  • Im Urin wird nach Zucker, Eiweiss und Bakterien gesucht, um Diabetes, Nieren- oder Blasenprobleme auszuschliessen.
  • Bei der gynäkologische Untersuchung wird die Gebärmutter abgetastet, nach Infektionen gesucht und ein Krebsabstrich gemacht.
  • Das Blut wird untersucht: Blutgruppe und Hämoglobinwert werden bestimmt, Antikörper gegen Röteln, Toxoplasmose und andere Infektionskrankheiten gesucht.
  • Mit dem Ultraschall (meist Vaginal-Ultraschall) kann die Entwicklung des Embryos, die Einnistung der Plazenta und der Geburtstermin bestimmt sowie die Herztöne abgehört werden.

Die Krankenkasse bezahlt

• Vorsorge: 7 Untersuchungen

• Ultraschall: 2 Untersuchungen

• einige Labortests

Entscheidet der Arzt, dass zum Wohl von Mutter und Kind häufigere Kontrollen nötig sind, beispielsweise bei Frauen ab 35 Jahren oder Mehrlingsschwangerschaften, sind die Krankenkassen verpflichtet, die zusätzlichen Kosten zu übernehmen.

Wie das Bundesamt für Gesundheit festhält, darf der Krankenversicherer keine Kostenbeteiligung erheben, wenn es sich um spezifische Mutterschaftsleistungen handelt. Zudem müssen sich Frauen ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis 8 Wochen nach der Geburt nicht mehr an den Kosten für allgemeine medizinische Leistungen und Pflegeleistungen bei Krankheit beteiligen. Präventionsmassnahmen sowie zahnärztliche Behandlungen sind nicht von der Kostenbeteiligung befreit.

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