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Schwangerschaft - Woche für Woche

37. Woche

Titelbild: 37. Woche

Haben Sie Angst, dass Sie den Wehenbeginn verpassen könnten, dass alles plötzlich ganz schnell geht und das Kind im Auto oder Taxi auf die Welt kommt? Mit dieser Angst sind Sie nicht allein. Vor allem bei Erstgebärenden sind ganz schnelle Geburten sehr selten.

Grösse und Gewicht

Grösse: ca. 47 cm

Gewicht: ca. 2900 g

Kopfdurchmesser: 87-101 mm

Ihr Baby

Wenn sich Ihr Kind noch nicht mit dem Kopf nach unten gedreht hat und dies Ihre erste Geburt ist, so empfehlen heute die meisten Gynäkologen einen Kaiserschnitt. Eine Spontangeburt oder der Versuch einer äusseren Drehung ist für das Kind mit Risiken verbunden und wird nur noch in wenigen, darauf spezialisierten Geburtskliniken gemacht, da dem grössten Teil der Geburtshelfer die Erfahrung dafür fehlt. In den meisten Fällen hat es nämlich einen Grund, weshalb sich das Kind nicht gedreht hat: Ein enges Becken, ein grosser Kopf, Nabelschnurumschlingungen oder eine kurze Nabelschnur sind häufige Ursachen.

Ihr Körper

Die Plazenta hat gegen Ende der Schwangerschaft einen Durchmesser von 20 bis 25 Zentimetern, ist etwa 3 Zentimeter dick und 500 Gramm schwer. Täglich fliessen 80 Liter Blut hindurch. Viele Frauen berichten jetzt von Hitzewellen, die ihren Körper durchströmen. Das Ende der Schwangerschaft wird herbeigesehnt.

Rückenschmerzen

30 Prozent der Frauen klagen in der Schwangerschaft über Rückenschmerzen. Hormonell bedingt lockern sich die Bänder, die die Wirbelsäule halten, der ganze Halteapparat wird instabil. Dazu kommt, dass die Wirbelsäule in der Schwangerschaft ohnehin stärker belastet wird. Ein echter Bandscheibenvorfall ist aber zum Glück selten. Oft leiden Schwangere in den letzten Wochen auch unter Ischiasschmerzen. Drückt das Baby auf den Ischiasnerv, macht sich dies mit einem ziehenden Schmerz von der Pobacke bis in den hinteren Oberschenkel bemerkbar.

Entlasten Sie die Wirbelsäule, legen Sie sich hin, am Besten mit einer Wärmeflasche unter der schmerzenden Stelle. Leiden Sie unter starken Beschwerden, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen, nicht zuletzt um einen Bandscheibenvorfall auszuschliessen. Auf eine spontane Geburt müssen Sie übrigens nicht verzichten. Mit einer PDA ist unter der Geburt eine ausreichende Schmerzausschaltung möglich.

Zeichen für den Geburtsbeginn

• Der Schleimpfropf, der eventuell etwas blutig sein kann, geht ab. Die Geburt wird nun in den nächsten ein bis fünf Tagen beginnen. Sie können zuwarten, bis die Wehen einsetzen.

• Die Fruchtblase platzt, das Fruchtwasser tröpfelt langsam oder im Schwall heraus. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Gebärklinik oder Hebamme auf.

• Sie haben regelmässige, wiederkehrende Wehen von 40 bis 50 Sekunden Länge. Die Abstände zwischen den Wehen werden kürzer (weniger als alle 10 Minuten). Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Gebärklinik oder Hebamme auf.

• Wehen können selten auch nur als Schmerzen im Rücken/Kreuz wahrgenommen werden. Verspüren Sie solche Schmerzen in regelmässigen Abständen, sollten Sie ebenfalls Kontakt mit Ihrer Gebärklinik oder Hebamme aufnehmen.

Gut zu wissen

Was passiert nach dem Gebären eigentlich mit Plazenta und Nabelschnurblut? Bestimmen Sie mit!

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